Leistungsspitzen 
mit Stützkondensatoren überbrücken

Leistungsspitzen oder sogenannte Spikes entstehen z.B. beim Einschalten von Motoren, lenken von Servos, betätigen der Winde oder anderen Geräten die kurzfristig viel Strom ziehen. Diese Spitzen können zum einen empfindliche elektronische Bauteile beschädigen oder sogar zu einem kurzzeitigen Spannungseinbruch führen.

Wie zeigt sich das Problem?

Meist zeigen sich solche Spitzen in dem der Servo kurz mal stecken bleibt bzw. zittert oder das Licht zu flackern beginnt. Die Komponenten versuchen Leistung zu ziehen, welche der Empfänger in diesem Moment nicht liefern kann. Dies kann natürlich in kniffligen Situationen, gerade bei der Lenkung, sehr ärgerlich sein!


"Kleines Bauteil" mit großer Wirkung!

Die Überbrückung von Leistungsspitzen in elektrischen Geräten mit einem Kondensator ist eine bewährte Technik in der Elektronik.  Ein Kondensator ist ein schlaues elektronisches Bauelement, welches Energie speichern kann. Er lädt sich mit der Spannung auf, mit der er versorgt wird und gibt diese wieder ab wenn sie benötigt wird.


Hinweise zur Sicherheit & Anwendung

  • Der Nennspannungswert ist die Spannung, die maximal am Kondensator anliegen darf und wird in Volt angegeben.

  • Die Speicherkapazität wird in Farad angegeben.
  • Der Nennspannungswert des Kondensators sollte mindestens doppelt so hoch wie die erwartete Spitzen-Spannung sein.
  • Achte darauf, dass der Elektrolytkondensator richtig angeschlossen wird (Plus und Minus).


Nicht alle Kondensatoren sind gleich gut für die Überbrückung von Leistungsspitzen geeignet.

  • Elektrolytkondensatoren: Gut für den Einsatz bei Gleichstrom (DC) und zur Glättung von Gleichspannungen. Sie haben eine hohe Kapazität, reagieren aber etwas langsamer.


  • Keramikkondensatoren: Schnellere Reaktion auf Spannungsspitzen, aber mit geringerer Kapazität. Besonders gut zur Filterung von Hochfrequenzstörungen geeignet.


  • Folienkondensatoren: Kombination aus hoher Kapazität und schneller Reaktionszeit. Gut geeignet für Anwendungen mit höheren Spannungen und Leistungsspitzen.


Für meine Fahrzeuge hab ich mich für einen 3300uF, 16V Elektrolytkondensator entschieden. Du kannst diesen einzeln kaufen und das Kabel samt Stecker selbst anlöten oder gleich fertig kaufen.
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Der Kondensator wird ganz einfach am Empfänger auf dem passenden Kanal angeschlossen (Plus auf Plus und Minus auf Minus). Bei meinem Spektrum-Empfänger wird er am Steckplatz "BIND" angeschlossen. Wo und ob man eine Zusätzliche Spannungsquelle am Empfänger anschließen kann, entnehmt bitte der Bedienungsanleitung.